Astronomie – mod. Physik


Der Kosmos… unvorstellbar…

Schon ein Zitat aus einem ‘Kinderbuch’ lässt einen ehrfürchtig staunen:
“Galaxien sind Gebilde, die bis zu mehreren Dutzend Milliarden Sterne enthalten. Die Galaxie, in der sich unser Sonnensystem befindet, nennen wir Milchstraße. Sie enthält, neben der Sonne, etwa weitere 200 Milliarden Sterne! Die Milchstraße ist Teil der sogenannten “lokalen Gruppe”. Dazu gehören etwa 30 Galaxien mit ihrerseits jeweils über 100 Milliarden Sternen. Eine solche Zusammenballung nennt man auch “galaktischen Haufen”. Im gesamten sichtbaren Universum vermutet man rund 50 Milliarden Galaxien! Das sind unvorstellbar viele. Und auch ein Hinweis darauf, dass es vermutlich noch woanders Leben gibt im Universum, angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten, wo es sich entwickeln könnte.” (Quelle: “Was ist Was – Unser Kosmos”, Tessloff)

Wir sind im Grunde ein ‘Nichts’, wenn man sich diese Dimensionen ansieht. Jeglicher Anthropozentrismus (nicht zuletzt durch die bibl. Schöpfungsmythen bedingt) ist nicht mehr haltbar. Es kann aber auch beruhigend, oder ein ‘mystisches’ Erlebnis sein, wenn man sich als Teil dieses ‘unendlichen’ Kosmos versteht.
Ich kann mich an solch ein Erlebnis erinnern: In Südfrankreich in der Provence (die expressionistischen Maler meinten, dort sei besonders klares Licht) auf einem Feld ohne störende Lichtquellen sah ich eine Sternenhimmel, wie nie zuvor. Es war gigantisch. Ich spürte dennoch nicht eine Nichtigkeit, sondern fühlte mich absolut aufgehoben in diesem göttlichen Kosmos. Es kam mir die Idee von der Größe allen Seins, letztendlich von der Größe Gottes. Ich frage mich, wie ein Atheist diese überwältigende Größe verarbeitet. Muss er nicht erschaudern, dass er nur ein Wurm ist, der kurz mal in diesem kosmischen Spiel wie eine Eintagsfliege sein Dasein fristet?

Das Doppelspaltexperiment – ‘Ich weiß, dass ich nichts weiß…’

Im Physikuntericht habe ich das Quantenphänomen nie verstanden. Erst durch ein derartiges Video wurde mir klar, worum es eigenltlich geht:

Es ist faszinierend, wie begrenzt unser Verstand ist. Das Doppelspaltexperiment ist nicht begreifbar, aber Realität. Wie schon erwähnt, sehe ich in solchen Dingen einen Hinweis, dass es so etwas wie ‘Gott’ geben könnte, also gegen einen positivistischen Ansatz, der nur das direkt Wahrnehmbare für die Wirklichkeit hält.
Ich glaube aber auch, dass die Phänomene der Quantenphysik, die im Mikrokosmos gemessen wurden, so nicht direkt auf den Makrokosmos übertragbar sind. So bin ich z.B. sehr skeptisch gegenüber der sog. Stringtheorie (ok, ich hab sie auch nicht verstanden). Ich denke, diese Theorie mit ihren angeblich mind. 10 berechenbaren Dimensionen ist eher eine Art spekulative Philosophie, als empirische Wissenschaft. Auch der aktuellen Esoterikszene, die oft auf ein sog. Quantenuniversum etc. verweist, stehe ich skeptisch gegenüber. Ein egal wie gearteter Glaube darf meiner Meinung nach dem Wissen eben nicht widersprechen, jedoch durchaus das Wissen übersteigen.

Albert Einstein: Allgemeine Relativitätstheorie

Auch die bekannte Relativitätstheorie von Einstein zeigt, wie beschränkt wir mit unserem 3. dimensionalen Jäger- und Sammlerhirn eigentlich sind. Eine Relativiät der Zeit, also die 4. Dimension, können wir einfach nicht begreifen. Es ist aber nunmal wirklich so, wie es Einstein berechnet hat. Die Zeit läuft in der Nähe von Massen langsamer. Eine Uhr im Tal geht langsamer als eine auf dem Berg. Diesen Effekt kann man mit genau gehenden Atomuhren direkt messen.